Die pneumatische Pulsationstherapie
nach Deny ist ein therapeutisches Verfahren, das in Anlehnung an die
klassische Methode des Schröpfens entstanden ist. Es gehört damit zu den
ausleitenden Verfahren der alternativen Medizin. Das klassische
Schröpfen besteht aus einer Behandlung durch Schröpfgläser, die durch Unterdruck auf der Haut befestigt sind. Die
pneumatische Pulsationstherapie hingegen wechselt in einer definierten
Frequenz von 200 Pulsationen pro Minute zwischen Unterdruck und atmosphärischen Druck und entfaltet so
ihre Wirkung.
Das Verfahren
Die pneumatische
Pulsationstherapie vereint die klassischen Methoden des Schröpfens, der
Lymphdrainage und der Massage bzw. der Reflexzonenmassage. Die PPT
beruht auf dem Prinzip einer Saugmassage, es kommt dabei zum Ansaugen
der Haut, des Unterhautfettgewebes und der Muskulatur. Das Gerät erzeugt
unter einer Saugglocke rhythmische Impulse, die vertikal zur
Hautoberfläche schwingen. Dabei entstehen abwechselnd Unterdruck und
atmosphärischer Druck.
Die Methode hat folgende Effekte:
Stoffwechselaktivierung Anregung der Blutzirkulation – dadurch Verbesserung der Sauerstoffversorgung vor allem in der Peripherie Verbesserte Versorgung des Gewebes mit Vitalstoffen (Mikronährstoffen z. B. Mineralstoffe, Vitamine) und Botenstoffen wie Neurotransmitter, Hormonen etc. Verbesserung des Lymphflusses und des venösen Blutrückflusses Anregung von
Entgiftungsvorgängen (Entschlackung) – Entzündungsmediatoren Stoffwechselschlacken und eingelagerte Umweltschadstoffe werden
mobilisiert und zur Ausscheidung gebracht Lösung von Verspannungen der Muskulatur Lockerung des Gewebes Normalisierung
neurovegetativer Reflexwege
psychische Entspannung Schmerzlinderung
Die pneumatische
Pulsationstherapie erreicht nicht nur direkt in der Haut eine gute
Wirkung, die Unterdruckwellen beeinflussen auch die tiefer gelegenen Gewebeschichten. Das
Verfahren bewirkt in erster Linie eine verbesserte Durchblutung. Die Regulations- und deswegen auch Heilungsprozesse können unterstützt und beschleunigt werden. Im Gegensatz zum
Schröpfen besteht dabei nicht die Gefahr von Hämatomen, blaue Flecke. Anwendungsgebiete der
Pneumatischen Pulsationstherapie sind neben Lymphdrainage und Massage
vor allem orthopädische Indikationen und muskuläre Beschwerden sowie
kosmetische Indikationen wie Cellulite, Akne etc.
Die pneumatische Pulsationstherapie wird durchgeführt bei:
Akne (z. B. Acne vulgaris), Bronchitis, Cellulite, Durchblutungsstörungen, Lymphstau, Migräne, Myogelosen (Hartspann), das sind
knotenartige oder wulstförmige, klar umschriebene Verhärtungen in der
Muskulatur, Narbenwucherungen, Neuralgien – Nervenschmerzen, die sich auf das Versorgungsgebiet eines (oder mehrerer) Nerven beschränken, Sportverletzungen, Tendinopathien (Veränderungen bzw. Entzündungen an Sehnenursprüngen und -ansätzen), Fersensporn, Verdauungsstörungen
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